Draußen

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Fühlen.
(Seine Hand in meiner. Die Riemen des Rucksacks. Meine Fußsohlen beim Laufen. Die Kleidung auf meiner Haut. Haar, das an meinem Hals kitzelt. Den Wind, der streichelt. Schmerz im Knie und den Muskeln. Die Stiche von Bremsen. Schweiß, der über den Rücken läuft. Schotter unter den Füßen. Den eigenen Atem. Wasser auf der Zunge. Den Gummibund der Socken. Die dick gewordenen Finger. Durst. Insekten, die über die Haut krabbeln. Die Höhe der Bäume. Das Rutschen der Sonnenbrille auf dem Nasenrücken.)

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Friesland: Gesehenes

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Nicht ohne Grund hatte ich mir für meine kleine Wanderreise Friesland ausgesucht. Einerseits, weil das Ziel erreichbar war, ohne dafür ein halbes Vermögen ausgeben zu müssen (zumal die niederländische Bahn um einiges günstiger ist als die deutsche – davon kann sich die DB mal eine Scheibe abschneiden). Andererseits wegen des Wunsches, am Wasser zu sein. Hinzugehen, wo ich vorher noch nie war. Und weil mich die Orte dort irgendwie anrühren. Weiterlesen „Friesland: Gesehenes“

Friesland: Befindlichkeiten

Nur weil man Urlaub hat, muss es einem noch lange nicht gut gehen. Das ist das Schwierige an der Depression. Außenstehende bewerten die Lage oft mit den Worten „Die hat doch alles…!“ oder „Es geht ihr doch gut, warum also…?“

Nach Wochen und Wochen der Plackerei, nach Überstunden, Stress und Großprojekten vierzehn Tage Urlaub zu haben, sollte mich ja eigentlich in einen Zustand des Glücks versetzen. Endlich habe ich die Freiheit, zu tun, was ich will, Freiheit von der Stempeluhr, Freiheit von Alltagssorgen, die Freiheit, über meine eigene Zeit zu bestimmen und hinzugehen, wo ich will, wann ich es will. Ganz so einfach ist es aber nicht. Weiterlesen „Friesland: Befindlichkeiten“

Friesland: Wind und Wetter

Vom Wetter hing alles ab. Bevor ich in Richtung Harlingen aufgebrochen bin, habe ich immer wieder die Wettervorhersage geprüft und einfach gehofft, die Prognosen träfen nicht zu. Vorhersageungenauigkeit.

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So den einen oder anderen Schauer hält man ja auch irgendwie aus. Hauptsache, es gibt ein paar Wolkenlücken. Hauptsache, das Zelt lässt sich im Trockenen auf- und abbauen. Wird schon nicht so schlimm werden. Und überhaupt, wieso sich den Urlaub dadurch verderben lassen? Weiterlesen „Friesland: Wind und Wetter“